Nomadra

Drei international etablierte Musiker mit jeweils unverwechselbarer künstlerischer Handschrift begegnen sich in einem außergewöhnlichen Trio.

EPI, einer der führenden Vertreter des mongolischen Kehl- und Obertongesangs, verbindet seine archaische, obertonreiche Stimmkunst mit dem Klang der traditionellen Morin Khuur, der mongolischen Pferdekopfgeige, und führt die Tiefe der zentralasiatischen Steppentradition in einen zeitgenössischen Kontext.

Der amerikanische Harfenist Park Stickney zählt zu den innovativsten Stimmen seines Instruments. 2021 promovierte er am Trinity Laban Conservatoire in London über extreme Pedaltechniken, die es ermöglichen, harmonisch komplexe Jazzstandards – lange als „unspielbar" auf der Pedalharfe geltend – zu realisieren. Mit virtuoser Technik und improvisatorischer Freiheit erweitert er so die Möglichkeiten seines Instruments weit über klassische Grenzen hinaus.

Omri Hason, ein in der Schweiz lebender Perkussionist, verbindet mediterrane, nahöstliche und indische Rhythmik zu einer vielschichtigen und dynamischen Klangsprache.

In Nomadra verschmelzen Stimme, Morin Khuur, Harfe und Perkussion zu einem transparenten und zugleich kraftvollen Klangraum. Das Trio steht für musikalischen Dialog auf höchstem Niveau – zwischen Tradition und Gegenwart, Improvisation und Komposition, archaischem Ausdruck und moderner Ästhetik.